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Krebshilfe fordert Abschaffung der ZigarettenautomatenBonn (ap) Zum (heutigen) Weltnichtrauchertag hat die Deutsche Krebshilfe die Abschaffung aller Zigarettenautomaten gefordert. Generell lasse das Engagement der Politik im Kampf gegen das Rauchen zu wünschen übrig, kritisierte die Organisation am Mittwoch in Bonn. An die Bundesregierung appellierte sie, die beim Europäischen Gerichtshof anhängige Klage gegen das europaweite Werbeverbot für Tabakwaren unverzüglich zurückziehen. Die EU-Richtlinie soll am 30. Juli 2001 in Kraft treten. Beklagenswert sei der ungebrochene Trend zum Rauchen, vor allem bei Frauen und Jugendlichen. An den Auswirkungen sterben nach Erkenntnissen der Deutschen Krebshilfe in Deutschland jährlich 110.000 Menschen. In Deutschland rauchen den Angaben zufolge 43 Prozent der männlichen und 30 Prozent der weiblichen Bevölkerung. 1998 griffen von den 15-jährigen deutschen Jugendlichen rund 28 Prozent der Jungen und 36 Prozent der Mädchen zum Glimmstängel. Doch gerade für Frauen sei der blaue Dunst besonders gefährlich, warnte die Krebshilfe: Neue amerikanische Studien belegten, dass bei ihnen die Entstehung von Lungenkrebs besonders begünstigt werde. Nach Angaben der Krebshilfe ist das Rauchen ursächlich verantwortlich für 85 bis 90 Prozent der Lungentumoren und 80 bis 90 Prozent aller Atemwegserkrankungen. Die Krebshilfe beteiligt sich an der diesjährigen Nichtraucher-Kampagne der Weltgesundheitsorganisation WHO, die unter dem Motto «Tabak ist der Killer - lass dich nicht für dumm verkaufen» steht. Dazu wurde ein Poster gedruckt, das ähnlich einer Zigarettenwerbung zwei in den Sonnenuntergang reitende Cowboys zeigt, von denen der eine zum anderen sagt: «Bob, I've got cancer» (»Bob, ich habe Krebs.»). Dieses Poster wird von der Krebshilfe, dem Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebsgesellschaft für die Öffentlichkeit bereit gehalten. ap, 31.05.2000 |
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