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Breite Front gegen Rauchverbot

Raucher und Nichtraucher gegen staatlichen Eingriff

München  (ap)  Ein gesetzliches Rauchverbot oder andere staatliche Regelungen des Rauchens werden von der großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Rund drei viertel der Nichtraucher und mehr als 90 Prozent der Raucher halten von solchen Eingriffen des Staates nichts, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Burke ergab. 88 Prozent der Nichtraucher und 97 Prozent der Raucher meinen auch, dass es eine rein persönliche Entscheidung sei, ob jemand zur Zigarette greife oder nicht.

Offenbar kommen beide Gruppen auch viel besser miteinander aus, als manchmal angenommen wird. 71 Prozent der Nichtraucher sagten, sie hätten wegen der Qualmerei noch nie Streit erlebt. Der Aussage schlossen sich auch 74 Prozent der Ex-Raucher und 70 Prozent der Raucher an. Überwiegend wird die Entscheidung der Raucher auch widerspruchslos hingenommen. Rund 80 Prozent der Nichtraucher erklärten, nicht oder nur wenig auf die Raucher einzuwirken, damit sie vom Tabak die Finger lassen; ein etwa ebenso hoher Prozentsatz der Raucher bestätigte die Aussage.
Bei der Bewertung des Passivrauchens allerdings unterschieden sich die Einschätzungen gravierend. Während 85 Prozent der Nichtraucher die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken als groß oder sogar sehr groß einstuften, waren es bei den Rauchern nur 55 Prozent. 87 Prozent der Raucher und immerhin 52 Prozent der Nichtraucher waren auch der Ansicht, dass über das Rauchen zu viel geredet werde und wichtigere Probleme vernachlässigt würden.

ap, 12.05.2000


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