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Gesundheit und Service Mechanismus der Arterienverkalkung bei Rauchern entdeckt

Hamburg  (ap)  Die Fehlfunktion eines bestimmten Eiweißbausteins ist bei Rauchern mitverantwortlich für die gefürchtete Arterienverkalkung. Das haben Mediziner des Universitäts-Krankenhauses Hamburg-Eppendorf jetzt nachgewiesen. Danach führt der Zigarettenrauch dazu, dass das Enzym NO-Synthase aggressive und gefäßverengende Substanzen bildet. In einer gesunden Umgebung produziere das Enzym dagegen das schützende Gas Stickstoffmonoxid (NO).

Das Gas dient den Wissenschaftlern zufolge normalerweise als Botenstoff und wirkt gefäßerweiternd. Es verhindere die Verklumpung von Blutplättchen und sorge dafür, dass keine Entzündungszellen in die Blutgefäße gelangten. Die im Zigarettenrauch enthaltenen gefäßschädigenden Stoffe veranlassten die NO-Synthase aber dazu, weniger Stickstoffmonoxid und statt dessen mehr so genannte freie Radikale zu produzieren. Diese bauten das schützende NO-Gas ab und schwächten dessen positiven Wirkungen.

Die Wissenschaftler erwarten, dass die Entdeckung dieses Mechanismus künftig auch Auswirkungen auf die Therapie haben wird. Es sei denkbar, dass die Fehlfunktion der NO-Synthase gestoppt und eine weitere Verengung der Blutgefäße vermieden werden könne. Rauchen und die damit einhergehende Arterienverkalkung ist in Deutschland mit verantwortlich für die Todesursache Nummer eins, die koronare Herzkrankheit. Dabei drohten lebensbedrohliche Gefäßverschlüsse und ein Infarkt.

ap, 25.02.2000


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