Auch Passivrauchen ist lebensgefährlich
Schon seit langem ist es ein heftiger Streitpunkt zwischen
Rauchern und Nichtrauchern: Inwieweit sind die Gegner der Zigaretten durch das
passive Einatmen des Qualms gesundheitsgefährdet? Eine umfangreiche
Untersuchung, die auf 23 Studien beruht, hat jetzt bewiesen: Auch Passivrauchen
ist lebensgefährlich. In Deutschland sterben pro Jahr etwa 5.000 bis
10.000 Nichtraucher an Herzkrankheiten, weil sie im Beruf oder zu Hause
unfreiwillig die Schadstoffe der Zigaretten mit einatmen müssen. Weitere
500 bis 1000 Nichtraucher erleiden einen tödlichen Lungenkrebs. Das gab
kürzlich Dr. Burckhard Junge vom Bundesgesundheitsamt in Berlin bekannt.
Demnach ist das Krebs-Risiko durch Passivrauchen um etwa 30 bis 50 Prozent, das
Risiko eines Herzleidens um 25 Prozent erhöht.
Besonders erschreckend sind in diesem Zusammenhang Berechnungen
britischer Forscher und des Bundesgesundheitsamtes. Sie ergaben, daß zum
Beispiel das Lungenkrebs-Risiko nach 10jährigem Passivrauchen
einhundertmal größer ist, als wenn man den gleichen Zeitraum einige
Stunden pro Tag in Zimmern mit erhöhter Asbestkonzentration in der
Atemluft gelebt hat. All diese Untersuchungen zeigen: Passivrauchen steht
nach dem Rauchen und Alkohol an dritter Stelle der wichtigsten vermeidbaren
Todesursachen. Weitere mögliche Folgen sind darüber hinaus
Kopfschmerzen, Schwindel, Husten und Kreislaufstörungen. Wissenschaftler
rate deshalb das Nichtrauchen mehr zu fördern.
Quelle und Datum unbekannt
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