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Im Rauch aufgegangen

Frauen sind weniger anfällig für Herzinfarkt als Männer und selbst wenn Frauen Herzbeschwerden erleiden, so stellen diese sich gewöhnlich 15 Jahre später ein als bei Männern. Trotzdem erleiden manche Frauen schon vor dem 50. Lebensjahr einen Herzinfarkt.
Im Rahmen einer an der Boston University erstellten Studie hat man untersucht, was mit dem natürlichen Schutz geschehen ist, den Frauen offenbar vor Herzerkrankungen haben. Die Ergebnisse zeigten, daß dieser Schutz buchstäblich in Rauch aufgegangen war – in Zigarettenrauch.
Man kam zu dem Schluß, daß Rauchen die Hauptursache für Herzanfälle bei Frauen ist. Und Rauchen ist nicht nur an sich gefährlich, sondern es verstärkt auch noch andere Risikofaktoren, denen Frauen ausgesetzt sind (z.B. Bluthochdruck, Diabetes, Herzkrankheiten in der Familie), so daß Raucherinnen praktisch doppelt gefährdet sind.

Raucherinnen, die empfängnisverhütende Pillen nehmen, sind offenbar besonders gefährdet. Man hat nämlich nachgewiesen, daß diese Frauen um 25% mehr zu Herzanfällen neigen als andere, die weder rauchen noch die Pille nehmen. Besonders beunruhigend ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß während der Prozentsatz der Raucher in der männlichen Bevölkerung sinkt, immer mehr Frauen zur Zigarette greifen. Inzwischen rauchen fast die Hälfte aller jungen weißen Amerikanerinnen. In dieser Bevölkerungsgruppe ist der Prozentsatz der Raucherinnen am höchsten!
Falls dieser Trend irgendwie mit der Forderung nach Gleichberechtigung zusammenhängen sollte, können wir nur folgendes dazu sagen: Meine Damen, diese Art von Gleichberechtigung brauchen sie nun wirklich nicht.

SR , Oktober 1986


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