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Rauchen in den USA: am Katzentisch

Raucher haben in den USA seit langem nichts mehr zu lachen. Mit einem Bündel von Gesetzen und gezieltem Vorgehen gegen die Tabakkonzerne sind die USA weltweit zum Schrittmacher gegen das Rauchen geworden. Die meisten Bundesstaaten haben das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und Büros in den vergangenen Jahren verboten. In manchen Städten darf sogar im Freien nicht mehr zum Glimmstengel gegriffen werden. Auch in Restaurants finden Raucher meist nur noch an "Katzentischen" Platz. Und von Bildschirm und Kinoleinwand ist die Reklame für Zigarette schon längst verbannt. Zigarettenkäufer müssen nachweisen, daß sie über 18 Jahre alt sind. Der Zugang zu Automaten wurde erschwert.
Der Kongreß muß in diesem Jahr über den "Tobacco Deal" entscheiden. In diesem Abkommen mit den Bundesstaaten haben sich die Tabakkonzerne verpflichtet, umgerechnet rund 670 Milliarden Mark in den kommenden 25 Jahren in einen Fonds einzuzahlen. Damit sollen die Schadenersatzansprüche und Behandlungskosten für Gesundheitsschäden von Rauchern abgegolten werden. Dafür verzichten Staat und Verbraucher auf Milliarden-Klagen.

KN, 04.02.1998


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