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Rauchen die größte TragödieWHO-Bericht: Immer mehr Krebs und DiabetesGenf (epd) Einen drastischen Anstieg von Krebs, Herz- und anderen chronischen Krankheiten sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die nächsten zwei Jahrzehnte voraus. 2020 würden mindestens 15 Mio. Menschen an bösartigen Tumoren leiden, heißt es im Weltgesundheitsbericht 1997, der heute der WHO-Generalversammlung in Genf vorgelegt wird. Derzeit seien es zehn Millionen. Die Zahl der Diabetesfälle werde von 135 Mio. auf 300 Mio. zunehmen. Gründe des Anstiegs seien die steigende Lebenserwartung und ungesunde Lebensgewohnheiten. Herz-Kreislauferkrankungen, die heute in den Industrienationen
Todesursache Nummer eins sind, verbreiten sich der WHO zufolge auch in den
Entwicklungsländern. Die Menschen in der Dritten Welt nähmen immer
mehr den ungesunden Lebensstil der Bewohner reicher Nationen an, warnt WHO
Generaldirektor Hiroshi Nakajiama. Arbeit im Sitzen, Bewegungsmangel,
unausgewogenes Essen sowie der Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen breiteten
sich aus. Während vor einem halben Jahrhundert die meisten Menschen vor ihrem 50. Lebensjahr starben, liegt die Lebenserwartung heute geborener Kinder weltweit bei 65 Jahren. Derzeit sind 380 Mio. Menschen über 65 Jahre alt, 2020 werden es vermutlich mehr als 690 Mio. sein. "Ein zunehmend längeres Leben ohne Lebensqualität ist bedeutungslos", meint Nakajiama. Die "Gesundheitserwartung", die Aussicht auf eine gute Gesundheit im Alter, sei wichtiger als eine hohe Lebenserwartung. KN, 20.11.1998 |
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