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Piloten fordern Lockerung des Rauchverbots in FlugzeugenAngesichts zunehmender Zahl von RandaleBerlin (ap) Angesichts der zunehmenden Zahl von Randale in Flugzeugen hat die Pilotenvereinigung Cockpit eine Lockerung des Rauchverbots auf Langstreckenflügen gefordert. Dies sei aus Gründen der Flugsicherheit unbedingt notwendig, sagte Cockpit-Sprecher Joachim Puff in einem am Montag veröffentlichten Interview der Sat1-Sendung «Akte 99». Er verwies auf eine interne Untersuchung, wonach es binnen eines Jahres 1.252 Vorfälle mit sogenannten «unruly passengers» (widerspenstige Passagiere) gab. 566 dieser Fälle seien auf das strikte Rauchverbot zurückzuführen. Die Pilotenvereinigung geht davon aus, daß sogar dreimal so häufig Passagiere ausfallend werden, den Anordnungen der Flugbegleiter keine Beachtung schenken, die Crew beleidigen oder angreifen, nur weil sie an Bord nicht rauchen dürfen. «Bei der Einführung des Rauchverbots hat man über das menschlich-physische Problem nicht richtig nachgedacht», kritisierte Puff. Wenn Flugangst, Alkoholkonsum und Nikotinentzug zusammenträfen, könnten sogar ruhige Menschen zu gefährlichen Randalierern an Bord werden. Man habe nicht erwartet, daß das Nikotinverbot an Bord zu einem solchen Sicherheitsrisiko führen würde. ap, 28.06.1999 |
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